Zukunftsthema Wasserstoff - Rückblick auf Veranstaltung der SPD KA-Land

Veröffentlicht am 20.02.2023 in Arbeit und Wirtschaft

Wasserstoff – Vom Champagner unter den Energieträgern zum Schlüsselelement für eine CO2-freie Energieversorgung. So lautete die Veranstaltung zu der der AK wirtschaftspolitische Denkfabrik ins Hubwerk nach Bruchsal geladen hatte.

Wasserstoff und Champagner haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Das eine ist ein Getränk für feucht fröhliche Abende und das andere das erste Element in unserem Periodensystem  und trotzdem ist das Motto „Wasserstoff – Vom Champagner unter den Energieträgern zum Schlüsselelement für eine CO2-freie Energieversorgung“ passend. Wasserstoff wird auf dem Deutschen Energie Markt und auch in den Köpfen der Bevölkerung und Unternehmer*innen immer noch als Luxusgut behandelt. Dabei ist die Bedeutung, die von diesem Rohstoff ausgeht, in den letzten Jahren rasant gestiegen. Denn im Hinblick auf die Klimakrise müssen wir alle an CO2 einsparen und am besten geht dies mit dem Umstieg auf alternative Energieträger, die bereits zu großen Teilen CO2 frei sind.

Einer dieser Energieträger, der immer mehr in den Mittelpunkt der Debatte um die Energiewende rückt, ist der Wasserstoff. Um sich einen Überblick über das Potenzial dieser Ressource zu verschaffen, hat die Wirtschaftspolitische Denkfabrik der SPD-Karlsruhe Land am Mittwoch, dem 15. Februar einen Veranstaltungsabend zum Thema Wasserstoff im Hubwerk01 organisiert. Initiiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Philipp Nicolodelli, Grußworte hielten Volker Geisel, SPD -Kreisvorsitzender und Assad Hussain, der Infos über das Hubwerk01 präsentierte. Martin Wexel, Koordinator für Energie bei der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH referierte über die aktuelle Entwicklung auf diesem Gebiet. Seiner Einschätzung nach, sei Wasserstoff der Schlüsselenergieträger der Zukunft, um den Wandel zu einer nachhaltigen, CO2-freien Energieversorgung zu erreichen.

Einer der vielen Vorteile an Wasserstoff sei, die volatilen Energien aus Wind und Sonne zu jeder Zeit nutzbar zu machen, indem man Wasserstoff als Zwischenspeicher für die zu viel erzeugte Energie nutzt.

Als plastisches Beispiel brachte er ein Kieswerk an, dass eine Photovoltaik Anlage auf einem See betreibe, aus dem es Kies schöpft. Würde dieses nur Strom erzeugen, hätte es den großen Nachteil, dass es im Sommer zu viel und im Winter zu wenig hätte. Würde dasselbe Kieswerk, den Strom nun nutzen, um Wasserstoff zu erzeugen, könnte sie die Energiequelle besser regulieren, um einen Ausgleich zwischen Sommer und Winter zu schaffen. Dies bedeutet, dass die Maschinen das ganze Jahr über mit erneuerbarer Energie laufen könnten, denn durch die Erzeugung von Wasserstoff aus PV-Anlagen würde kein neues CO2 mehr in die Umwelt freigesetzt.

Bis dahin ist es natürlich noch ein weiter Weg aber die Vision steht. Ein erster Schritt in eine wasserstofffreundliche Zukunft wurde in der Region bereits beschritten. So erhielt die TechnologieRegion Karlsruhe GmbH den Zuschlag für die Fördermittel des Landes zum Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in der Region. So soll der Oberrheinraum ca. 2035 an das bundesweit geplante Wasserstoffnetz angeschlossen werden. Hierbei ist es auch von Vorteil, dass für dieses Netz die bereits bestehenden Gaspipelines zum Teil verwendet werden können.

Für den spannenden Vortag und den Ausblick in eine grünere Zukunft bedankt sich die SPD-Karlsruhe-Land recht herzlich bei Martin Wexel von der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH.

Klar ist auch, dass sich die SPD im Sinne der politischen Willensbildung weiterhin mit Fortschrittsthemen beschäftigen und die Bürgerinnen und Bürger zum Dialog einladen wird. Es dürfen alle gespannt bleiben.

 
 

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